Fachwirt

Fachwirte haben in Deutschland eine lange Tradition und sind in verschiedenen Branchen üblich. Die kaufmännische Aufstiegsqualifikation ist in der Wirtschaft sehr willkommen, denn sie ist wesentlich praxisorientierter als das abstrakte BWL Studium. Im Rechtsbereich ist dies etwas anders. Rechts- und Notarfachwirte sind keine wirtschafts- sondern funktionsorientierte Fachkaufleute und ihre Ausbildung obliegt nicht der Industrie- und Handelskammer sondern der Rechtswanwalts- bzw. Notarfachkammer. Eine einheitliche und geregelte Grundlage für eine Qualifizierung der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten gibt es erst seit 2001. Bis 1999 konnte man als Rechtsanwalts- oder Notarfachangestellte die Prüfung zum Bürovorsteher ablegen. Die sehr nach Amtsstube klingende Bezeichnung wurde nach der Jahrtausendwende vom geprüften Rechtsfachwirt abgelöst. Wer diese Funktion ausübt, kann in mittelständischen Sozietäten die etwas moderne Funktionsbezeichnis Büroleiter erlangen. Die Ausbildungsinhalte der Fachwirtsausbildung beinhalten Büroführung, Buchhaltung und Personal. Ob man diese Aufagebn nach der Ausbildung auch tatsächlich erfüllen kann, ist vor allem davon abhängig,ob die Rechtsanwälte dies auch tatsächlich aus der Hand geben wollen..Rechtsfachwirt/in ist eine bundesweit geregelte berufliche Weiterbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung werden in Teilzeit (Block- bzw. Wochenendunterricht) angeboten und dauern ca. 1 bis 2 Jahre, in Form von Fernunterricht beträgt die Dauer ca. 1 1/2 bis 2 Jahre. Für die Zulassung zur Prüfung ist die Teilnahme an einem Lehrgang jedoch nicht verpflichtend. In der Assistenz gibt es keine Karriere, aber es gibt Kompetenzerweiterung durch fachliche Weiterbildung.

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