Bewerben ist wie ein Überraschungs-Ei.

Zuerst ist man neugierig, was denn hinter der Stellenanzeige steckt, dann muss man sich auf irgendwelche Spielchen einlassen, später erlebt man garantiert eine Überraschung und zum Schluss schlägt einen die ganze Sache auch noch auf den Magen, weil man einfach zuviel davon hat.

„Jetzt ist die Bewerbung für diesen Globalplayer endlich raus. Das war die komplizierteste und umständlichste Bewerbersoftware, die ich je benutzen musste. Wahrscheinlich ist das der erste Auswahltest. Wer das nicht ausfüllen kann, ist raus. Seit 2 Stunden versuchte ich, ein neues Passwort zu bekommen und nichts wurde mir vom System zugeschickt. Nach einer halben Stunde kamen dann 3 Passwörter.  Außerdem stürzte die Bewerbungsmaske mehrmals ab und mein Geburtsdatum änderte sich ständig auf 2014! Dann wäre ich noch nicht einmal zwei Jahre alt. Schließlich musste ich jede berufliche Station noch einmal per Hand eingeben und entsprechende Kommentare und Referenzen hinterlassen. Nach mehr als 2 Stunden mühevoller Arbeit ist die Bewerbung endlich fertig und ich überlege, ob ich dort überhaupt noch arbeiten möchte. Aber wahrscheinlich fällt die Bewerbung ohnehin durch ein Auswahlraster, weil man Kleinkinder im Alter von zwei Jahren noch nicht einstellt. Ach, dabei fällt mir ein, wir haben ja akuten Nachwuchsmangel.“