Insolvenzsachbearbeitung

Dem Sturm in der Wirtschaft folgen die Ebbe in den Kassen und die Flut der Insolvenzen. Das trifft Konzerne, Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen. Die Wirtschaftskanzleien richten sich auf Restrukturierung und Sanierungsberatung aus und die Insolvenzrechtler haben gut zu tun. Die Insolvenzordnung wurde als bedeutender Teil des deutschen Zivilrechts entsprechend reformiert und die Sachwalter wurden geschult.

Beste Aussichten in stürmischen Zeiten

Beste Aussichten in stürmischen Zeiten

Nur die Insolvenzsachbearbeiter sind im Ansturm der Verfahren und Prozesse wohl verschollen. Jedenfalls sind auf dem Arbeitsmarkt kaum Fachkräfte zu finden. Dies wiederum ist nicht verwunderlich, denn der sehr gefragte Insolvenzsachbearbeiter ist kein Ausbildungsberuf. Wer denkt schon in der Krise an Vorsorge. Zertifizierte Weiterbildungsangebote richten sich derweil an bereits Berufserfahrene, doch den Beruf erlernen kann man am besten an der Seite eines Insolvenzverwalters. Wer diesen Kreis durchbricht und den Mut hat ins kalte Wasser zu springen, landet in einem verantwortungsvollen, selbstständigen und krisensicheren Arbeitsfeld.

Rechtsanwaltsfachangestellte in der Sachbearbeitung

Da neben Betriebswirten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern zumeist Rechtsanwälte vom zuständigen Gericht als Insolvenzverwalter bestellt werden, sind die Sachbearbeiter bevorzugt Rechtsanwaltsfachangestellte. Anders als bei den Berufsträgern, die sich z.B. durch einen Fachanwaltstitel auf ihre Spezialisierung vorbereiten können, müssen sich die Sachbearbeiter das Wissen selbst, im besten Fall in Seminaren und Workshops, aneignen. Aber Sachbearbeitung ist weit mehr als Sekretariatstätigkeit, die man natürlich noch nebenher erledigt. Die Bearbeitung von Insolvenzen ist an eine präzise fach-, sach- und fristgerechte Aufgabenerledigung gebunden, denn Prozesse, Fristen, Listen, Tabellen und Formalitäten bestimmen den Tagesablauf. Nicht zu vergessen die Korrespondenz mit allen Betroffenen und den zuständigen Gerichten, Ämtern und Behörden. An der Seite eines Insolvenzverwalters finden Rechtsanwaltsfachangestellte ein verantwortungsvolles und selbstständiges Arbeitsfeld und die Möglichkeit ihr Wissen wie in Mahn- und Klageverfahren und in der Zwangsvollstreckung anzuwenden und zu erweitern.

Rechtsfachwirte sind gefragt

Die qualifizierten Rechtsfachwirte sind hier im Vorteil. Durch ihre intensive Auseinandersetzung mit dem BGB, der Zwangsvollstreckung und dem Rechnungswesen sind sie auf die Bearbeitung von Insolvenzverfahren vorbereitet. An der Seite eines Insolvenzverwalters finden sie ein Arbeitsfeld, das ihnen Selbstständigkeit und Verantwortung abverlangt und die Möglichkeit bietet, ihr Wissen einzusetzen. In der praktischen Tätigkeit, insbesondere im Umgang mit Fristen und Formalitäten sind sie sogar den Wirtschaftsjuristen einen Schritt voraus,

Wirtschaftsjuristen in der Insolvenzsachbearbeitung

Aber auch die Bachelor- und Masterabsolventen im Wirtschaftsrecht und Diplomjuristen können sich im Bereich Insolvenzrecht ein interessantes Arbeitsfeld erschließen. Wer seinen Master auf das Insolvenzrecht ausrichtet, hat gute Chancen für einen Jobeinstieg. Wirtschaftsjuristen können am Schnittpunkt zwischen Wirtschaft und Recht sowohl ihr juristisches Wissen sowie ihre betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Kenntnisse einbringen. Allerdings sollten auch sie sehr gute MS-Office-Kenntnisse, Sorgfalt und administrative Fähigkeiten mitbringen.

Wenn Sie den Sprung ins kalte Wasser wagen und sich für die Insolvenzsachbearbeitung erwärmen können, dann senden Sie uns Ihre Bewerbung.