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Vollzeit bei Wasser und Obst

Wasser und Obst

„Was verdienen Sie denn aktuell?“  Das aufgerufene Gehalt sorgt für ein kurzes Innehalten. Während die anwesenden Partner noch nach Luft ringen, fängt sich der Personaler bereits und sieht sich wohl auch in der Verantwortung. „Bei uns bekommen Sie noch einige Bonbons obendrauf. Wir haben in jeder Etage kostenloses Wasser und stets frisches Obst. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig, Ihnen doch auch?“ Die Frage erübrigt sich eigentlich bei einer berufserfahrenen und sichtbar agilen Dame in Kleidergröße 38.  Aber er setzt noch eins drauf. „Wenn Sie sich mal zwischendurch erholen möchten, dafür haben wir seit Kurzem auch einen Launchbereich eingerichtet.“  Ziemlich unbeeindruckt fragt die Kandidatin nach der Überstundenregelung für die vakante Vollzeitstelle. Sie persönlich erholt sich sehr gern zu Hause, sie hat eine gemütliche Wohnung und kocht auch selbst.

Sie war nicht einmal beeindruckt.

Dass die Bewerberin in einem Start-up arbeitet, in dem es sogar eine eigene Bierzapfanlage zur freien Benutzung und eine Kuschelzone mit überdimensionalen Sitzsäcken gibt, kann er ja nicht wissen. Na, die Softwarebranche ist eben immer noch ein bisschen besser, als die beste Anwaltskanzlei.

Marketing mit Nebenwirkungen

Wann diesen Marketingstrategen die Sache mit dem kostenlosen Wasser und dem Obstkorb für die Mitarbeiter eingefallen ist, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Es muss zu Beginn des öffentlich publizierten Nachwuchsmangels und dem Hype um die Generation Y gewesen sein.  Nahezu zeitgleich hat man den Personalverantwortlichen das Gesundheitsmanagement als Heilmittel verkauft. Leider hat man versäumt, auf die Dosierung und Anwendungsgebiete hinzuweisen. Nun stehen die Personaler mit ihren tollen Incentives da und wissen nicht, wie sie sie verabreichen sollen, für wen sie gut sind, und wie sie wirken. Sie können auch niemanden fragen, denn der Feel-Good-Manager hat längst gekündigt, die Arbeit hat ihm wohl keinen Spaß gemacht.

Arbeit wird vergütet, der Rest kommt oben drauf.

Die steuerfreien Aufmerksamkeiten für Mitarbeiter, dazu zählen Wasser, Obst, Kaffee und Tee, sind zwar eine nette Geste, schaffen aber von allein keine Arbeitsatmosphäre. Eine Teeküche mit Mikrowelle  ist in einer Branche, in der Überstunden zum guten Ton zählen, eigentlich nicht erwähnenswert – schon gar nicht im Rahmen der Gehaltsverhandlung. Nichts gegen Gesundheitsangebote und ein paar Annehmlichkeiten am Arbeitsplatz, aber Leistung muss zunächst einmal finanziell vergütet werden – alles andere ist Topping.

P.S. Topping lieben alle, besonders die bunten Streusel.

Lesen Sie hier: Warum Unternehmen keine Feel-Good-Manager, sondern selbstbestimmte Mitarbeiter brauchen: ⇒ Huffingtonpost Kicker und Obstkorb sind nicht genug!

 

Sie haben Vermögen! Sie sind reich!

Vermögen, Gehalt

Ihr Kontostand sagt etwas anderes? Sie leben Monat für Monat von dem, was Sie verdienen. Sehen Sie, Sie haben Vermögen. Sie besitzen das Vermögen, Geld zu verdienen. Das Gegenteil von Vermögen ist nämlich Unvermögen und nicht etwa, nicht reich zu sein. Als Vermögen bezeichnen wir laut Duden: Anlage – nicht Geldanlage – sondern Befähigung, Begabung, Eignung, Fähigkeit, Fertigkeit, Kompetenz, Können, Kraft, Kunst, Macht, Möglichkeit, Neigung, Veranlagung, Voraussetzung. Das Wort kommt von mögen, können, etwas vermögen.

Wenn Sie jetzt denken, dass das, was Sie monatlich verdienen, wohl unmöglich dem Wert Ihrer Fähigkeiten und Ihres Könnens entsprechen kann, dann liegt das wohl eher daran, dass die Lohn- oder Gehaltsgruppen leider nicht nach den individuellen Fähigkeiten des Stelleninhabers berechnet werden. Es kann aber auch sein, dass Ihr Vermögen, eine Aufgabe besonders gut zu erledigen, gar nicht zum Einsatz kommt und Ihre Fähigkeiten gar nicht abgerufen werden. Das ist Verschwendung, nein das ist nutzlose Vergeudung von Ressourcen.

„Der größte Verlust im Leben sind nicht genutzte Fähigkeiten.“ 

Das würde Ihnen beim Geld nicht so schnell passieren. Da sorgen Sie vor und holen sich, wenn Sie die ganze Palette zwischen Geldanlage und Vermögensaufbau nicht mehr überschauen können, sogar professionelle Hilfe. Dafür gibt es speziell ausgebildete Vermögensberater. Diese Berufsgruppe kennt sich mit der monetären Bedeutung von Vermögen aus. Übrigens lassen sich ca. 6 Millionen Kunden allein von der Deutschen Vermögensberatung AG betreuen. Es ist also nicht so leicht, sein Vermögen richtig einzusetzen. Aber es geht gar nicht nur darum, das, was man besitzt, gut einzusetzen oder anzulegen. Man muss erst einmal erkennen, wo seine Schätze überhaupt verborgen sind. Das ist beim Geld nicht anders als bei den eigenen Fähigkeiten. Am Anfang steht immer die Analyse. Was ist auf der Habenseite? Auf Ihr Bankkonto haben Sie ja heute schon geschaut, wie sieht es mit Ihren Fähigkeiten aus? Mit welchen Talenten, Kompetenzen und Erfahrungen können Sie am meisten Geld verdienen und in der Zukunft Gewinn erzielen?

Sorgen Sie vor und entwickeln Sie Ihr Vermögen

Der zweite Schritt zum Vermögen ist auch hier das Ziel. Was wollen Sie erreichen? Beim Hausbau können Sie den Baufortschritt verfolgen und Sie sind dabei mit Ihrer Finanzierung ganz schön in Vorlage gegangen. Wie sieht das bei Ihren Fähigkeiten und Ihrem Wissensstand aus? Bildung ist durchaus eine Investition in die Zukunft. Wenn Sie das Vermögen auf der Wissensseite vermehren, sollte sich das auf der monetären Vermögensseite auszahlen. Das erinnert Sie gerade an diese leidige Gehaltsverhandlung. Sie haben im Vorstellungsgespräch eine gefühlte Ewigkeit über Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen gesprochen, bei der Frage nach der Gehaltsvorstellung aber haben Sie Ihren Blick gesenkt und unsicher gestammelt. Irgendwie ist Ihnen das alles unangenehm. An dieser Stelle haben Sie vielleicht gerade ein Vermögen verschenkt.

Professionelle Hilfe bei Ihrer ganz persönlichen Vermögensanalyse in Bezug auf Fähigkeiten, Talente, Kompetenzen und Wissen können Sie in einem individuellen Coaching erfahren. Sie werden sehen, dass die Kenntnis Ihres Vermögens, Ihnen ganz neue Möglichkeiten bietet. Sie werden dadurch vielleicht kein Vermögen anhäufen, aber Sie werden sich reich fühlen.

P.S. Sollten Sie schon kurz vor der Gehaltsverhandlung stehen, dann fragen Sie nach einem Gehaltscoaching.